Wappengenehmigung/ -annahme: 11.06.1994
Entwurfsautoren:Wappenbeschreibung:
Von Silber und Blau im Wellenschnitt geteilt. Oben ein liegender roter Schlüssel mit dem Griff nach links und dem Bart nach unten vor einer wachsenden neugotischen silbernen Zinnenmauer ein runder, neugotischer silberner Zinnenturm.
Historische Begründung:
Die Verwendung alter und neuer Formelemente durch heraldische Stilisierung einerseits und Übernahme von Architekturformen des 19. Jh. andererseits verleihen dem Gemeindewappen von Selent ein eigenwilliges Aussehen.
Der Schutzpatron der 1197 erstmals erwähnten Selenter Kirche, St. Servatius, Bischof im niederländischen Tongern, Gegner der Arianer und einer der drei "Eisheiligen" (H 384), ist im Wappen durch sein Attribut, den Schlüssel, vertreten.
Der zinnenbewehrte Bergfried und die Zinnenmauer stellen die sogenannte "Blomenburg" dar, die Reichsgraf Otto von Blome 1842 im neugotischen Stil nach einem Entwurf des Berliner Architekten Eduard Knoblauch errichten ließ und die das Ortsbild von Selent bis heute beherrscht.
Die gewellte Teilungslinie steht für den Selenter See, die Tingierung erfolgt in den Landesfarben.