Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein

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Stadt Geesthacht, Kreis Herzogtum Lauenburg

Wappen Stadt Geesthacht, Kreis Herzogtum Lauenburg
Wappen

Wappengenehmigung/ -annahme: 05.11.1915

Flaggengenehmigung/ -annahme: 05.04.1929

Entwurfsautoren:Wappenfiguren:

Wappenbeschreibung:
Gespalten von Silber und Blau. Vorn auf grünem Dreiberg eine schwarze Korbweide mit sieben grün belaubten Schößlingen, hinten auf silbernen und blauen Wellen ein einmastiger goldener Kahn mit silbernem Segel.

Historische Begründung:
Der Wappeninhalt ist abgestellt auf traditionelle Gewerbe in der unmittelbar an der Elbe gelegenen Stadt Geesthacht: die Korbflechterei und die Kahnschiffahrt. Nicht nur zum Fischfang und zur Frachtbeförderung wurden die Kähne genutzt, sondern bis ins letzte Jahrhundert gab es hier auch eine rege Fährverbindung über die Elbe. Die Korbflechterei als traditionelles Gewerbe hatte Geesthacht mit anderen in den Elbmarschen gelegenen Orten gemeinsam. Die sieben Weidenzweige im Wappen erinnern zugleich an die sieben ältesten Familien des Dorfes. Bekannt geworden ist Geesthacht durch die 1867 im Ortsteil Krümmel angelegte Sprengstoff-Fabrik des Dynamiterfinders Alfred Nobel. Heute befindet sich dort das bekannte Atomkraftwerk. Als "Hachede" wird der Ort um 1216 erstmals erwähnt. Damals war er Bestandteil des askanischen Herzogtums Sachsen-Lauenburg. 1420 bis 1867 gehörte er zum Amt Bergedorf, das als "beiderstädtischer" Besitz von Lübeck und Hamburg gemeinsam verwaltet wurde. Bis 1937 unterstand er Hamburg allein und wurde danach infolge des Groß-Hamburg-Gesetzes in den preußischen Landkreis Herzogtum Lauenburg eingegliedert.

Flaggenbeschreibung:
Auf rot-weiss längsgestreiftem Flaggentuch das Stadtwappen als Herzschild.